 |
Verwandte Meldungen | |
|
|
 |
Weitere Meldungen
| |
|
|
 |
Werbung | |
|
|
|
 |
 |
pte070505004 Umwelt/Energie,
Unternehmen/Finanzen | |
 |
Gedruckte
Solarzellen - "Spektakulär große
Nachfrage" Nanosolar
strebt Preisführerschaft im Photovoltaik-Markt
an
|
| Nanosolar:
Produktionsstart im 2. Halbjahr 2007 (Foto:
nanosolar.com) | | Palo
Alto/Luckenwalde (pte/05.05.2007/06:20) - Mit
Nanotechnologie und einer Herstellungsform, die dem
Zeitungsdruck gleicht, will das US-Unternehmen Nanosolar
http://www.nanosolar.com/ künftig auf
dem Solarmarkt für Wirbel sorgen. "Wir sind mit dem Ziel
angetreten, auf dem Photovoltaik-Markt Preisführer zu
werden", erklärt Erik Oldekop, Deutschlandchef von
Nanosolar, im pressetext-Interview. Im brandenburgischen
Luckenwalde errichtet das Unternehmen derzeit eine
Fertigungsstätte. Erste Module sollen in der zweiten
Jahreshälfte vom Band laufen.
Die
Fabrik soll eine Nominalkapazität von 500 Megawatt
erreichen. Bis zum Jahresende werden dort 35 bis 40
Mitarbeiter Module produzieren. Absatzprobleme gibt es
laut Oldekop derzeit nicht. Eher im Gegenteil: "Gerade
im Dünnschicht-Bereich verzeichnen wir derzeit eine
spektakulär große Nachfrage", so Oldekop. Konzentrieren
will sich Nanosolar vor allem auf die Märkte
Deutschland, Südeuropa und Kalifornien. Die
Nanosolar-Module sollen sowohl bei der Nutzung am
Hausdach, in der Landwirtschaft als auch bei der
Errichtung von Solarkraftwerken zum Einsatz
kommen.
Anstatt auf Silizium setzt Nanosolar bei
der Herstellung seiner Solarzellen und -module auf eine
Verbindung aus Kupfer, Indium, Gallium und Diselenid
(CIGS). "Neben dem alternativen, aber bereits bekannten
Material kommt bei Nanosolar außerdem ein radikal
anderer Herstellungsprozess zum Einsatz. Die Solarzelle
wird auf eine Metallfolie gedruckt", streicht Oldekop
heraus. So könne auf die Einrichtung von Reinräumen und
Vakuumzellen - wie in der Silizium-basierten Produktion
üblich - verzichtet werden.
Aufgrund der
Verwendung eines klassischen Halbleiters sieht Oldekop
bei den Nanosolar-Modulen auch keine
Stabilitätsprobleme, wie sie insbesondere beim Einsatz
organischer Materialien durchaus vorkommen können.
"Unsere Module sind auch nach 20 Jahren noch
einsatzfähig", meint der Nanosolar-Chef und beruft sich
auf im Dünnschicht-Segment übliche Tests. Im Vergleich
zur Silizium-Konkurrenz sieht sich das Unternehmen im
Vorteil. "Siliziumzellen sind in der Produktion deutlich
teurer. Darüber hinaus herrscht derzeit ein Mangel am
Rohstoff Silizium", so Oldekop gegenüber
pressetext.
Was den Wirkungsgrad angeht, sieht
sich Nanosolar im Dünnschicht-Segment bereits vorn und
fast auf Augenhöhe mit den Silizium-basierten Modulen.
Nanosolar erreicht in der Produktion nach eigenen
Angaben einen Wirkungsgrad im zweistelligen Bereich. Die
Dünnschicht-Konkurrenz scheitert derzeit noch an der
Zehn-Prozent-Hürde. Herkömmliche Siliziumzellen
erreichen Wirkungsgrade zwischen 15 und 18 Prozent. Der
Rekordwert liegt bei 40 Prozent und konnte mit
sogenannten Konzentratorzellen aufgestellt werden
(pressetext berichtete: http://www.pte.at/pte.mc?pte=061207002
).
Nanosolar wurde Ende 2001 in den USA von
Martin Roscheisen gegründet. In Deutschland ging die
Nanosolar GmbH im vergangenen Jahr an den Start. Für den
Ausbau in den USA und Deutschland hat Nanosolar in einer
erfolgreichen Finanzierungsrunde 100 Mio. Dollar
eingesammelt. Auch eine Erweiterung der
Produktionsstätte in Luckenwalde wird nicht
ausgeschlossen. "Wir verfügen dort über 55.000
Quadratmeter. Die Fabrik steht auf 5.000 Quadratmetern.
Es wäre also logisch auszubauen", so Oldekop
abschließend im pressetext-Gespräch. (Ende)
|
|